Künstlerinnen!
Von Monjé bis Münter
Künstlerinnen gibt es, seit es Künstler gibt. Ihre Sichtbarkeit hängt mit vielen, oft auch lokalen, Bedingungen zusammen.
Laufzeit: 25.09.2025 – 01.02.2026
Die Ausstellung stellt 30 ausgewählte Künstlerinnen vor, die in Düsseldorf in einer Zeit tätig waren, als sie zum Studium an der renommierten Kunstakademie nicht zugelassen waren. Eine Laufbahn als Künstlerin einzuschlagen, erforderte unter diesen Umständen neben den finanziellen Mitteln für Privatunterricht auch viel Willensstärke. Obwohl einige Künstlerinnen in ihrer Zeit erstaunlich präsent waren – darunter Elisabeth Jerichau-Baumann, Marie Wiegmann oder Paula Monjé – sind heute fast alle vergessen. In öffentlichen Sammlungen, wie der des Kunstpalastes, sind sie vergleichsweise wenig vertreten und viele der in dieser Ausstellung gezeigten Werke werden seit dem 19. Jahrhundert erstmals öffentlich präsentiert.
Mathilde Dietrichson, Selbstporträt, 1865, Öl auf Leinwand, 49,6 x 37,2 cm, Oslo Museum, Foto: Rune Aakvik, Oslo Museum
Die Schau ermöglicht den überfälligen „zweiten Blick“ und erweitert so grundlegend das Verständnis für die Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sie fügt der Kunstgeschichte ein wichtiges und viel zu lange übersehenes Kapitel hinzu und macht deutlich, dass ohne den Einfluss der Künstlerinnen die Kunstgeschichte unvollständig ist.
Gabriele Münter, Margret Umbach, 1932, Öl auf Leinwand, 46,5 x 38,2 cm, Sammlung Dreiländermuseum Lörrach,
Foto: Dreiländermuseum Lörrach/Axel Hupfer © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Partner der internationalen Ausstellung und einer der Leihgeber der Kunstwerke ist das Ateneum Art Museum, Finnische National Gallery, Helsinki, der im Frühjahr 2025 eine erste Version der Ausstellung zeigt.
Kuratorin: Kathrin Dubois, Sammlungsleitung Gemäldegalerie, Kunstpalast
Kunstpalast
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
Öffnungszeiten
Di – So: 11:00 – 18:00
Do: 11:00 – 21:00
Mo: geschlossen
Quelle Kunstpalast Ddf
Kleiner Bild oben
Fanny Churberg, Winterlandschaft, Sonnenuntergang, 1878, Öl auf Leinwand, 26 x 41 cm, Finnish National Gallery / Ateneum Art Museum, Schenkung von Arvid Sourander,
Foto: Finnish National Gallery / Hannu Aaltonen