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Lynette Yiadom-Boakye Fliegen im Verbund mit der NachtLynette Yiadom-Boakye
Fliegen im Verbund mit der Nacht
Die erste umfangreiche Ausstellung der Malerin Lynette Yiadom-Boakye in Deutschland. Diese Schau führt beispielhaft vor Augen, welche Kraft Malerei auch heute haben kann.  

Laufzeit: 16.10.2021 - 13.02.2022

 
Lynette Yiadom-Boakye (*1977 in London) ist Malerin. Sie malt fiktive Frauen und Männer, die sich in rätselhaften, meist unbestimmten räumlichen Situationen bewegen. Die Zeit scheint stillgestellt: Menschen ruhen, gehen, schauen, tanzen, sprechen, lachen und unterhalten sich, so wie es Menschen tun, und immer getan haben. Sie leben in privaten Welten, es wird nichts über ihren Status oder ihre Rolle in der Gemeinschaft erzählt. Auch wenn sie lächeln oder in unsere Richtung blicken, sind sie in erster Linie mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt. Sie blicken durch Ferngläser auf Dinge, die wir nicht sehen können, sie träumen, spiegeln Gedanken oder führen Gespräche. Männer kommunizieren mit Männern, gelegentlich auch mit Vögeln und anderen Tieren, Frauen mit Frauen, niemals ein Mann mit einer Frau. Die Stimmung wird durch die behutsame Beobachtung von Mimik, von Gesten und Farbigkeit erzeugt. Selten spielt die Malerin auf den Stil, die Mode oder die Kultur einer bestimmten Zeit an. So sind die Figuren gewissermaßen zeitund ortlos.

Lynette Yiadom-Boakye Fliegen im Verbund mit der NachtPortrait Lynette Yiadom-Boakye, Courtesy Lynette Yiadom-Boakye
Foto: Marcus Leith

Ihre Kompositionen beschreibt die vielseitige Künstlerin als "... Komposita, Chiffren, Rätsel“: „Von der Welt, aber nur teilweise mit ihr befasst. Befasst mit dem Teil, der ihnen Leben gibt, weniger beunruhigt durch den Rest.“ So wirkt jede gemalte Szene wie eine eigenständige Geschichte, die ein weiteres Kapitel haben könnte. Die evokativen Titel ihrer Bilder bezeichnet Lynette Yiadom-Boakye als einen „zusätzlichen Pinselstrich“. Sie gehören zum Werk, bieten Hinweise auf mögliche Erzählungen an, aber sie beschreiben oder erklären nicht.
 
Das Malen selbst ist für Yiadom-Boakye eine Sprache, ein kraftvolles Mittel, um jenseits der Worte zu kommunizieren. Sie beginnt mit einer Farbe, einer Komposition, einer Geste oder einer bestimmten Richtung des Lichts. Gefundene Bilder, Erinnerungen, Literatur und die Geschichte der Malerei dienen als Quellen für ihre Arbeit. „... all das wird dann auf der Leinwand zusammengeführt. So kann ich das Bild wirklich durchdenken, es im physischen Sinn als Gemaltes betrachten und eine Sprache entwickeln, die sich nicht so anfühlt, als würde ich versuchen, etwas aus dem Leben zu nehmen und es in die Malerei zu übersetzen, sondern die es der Farbe erlaubt, das Sprechen zu übernehmen“, beschreibt die Künstlerin ihre Arbeitsweise.  
 
Lynette Yiadom-Boakye Fliegen im Verbund mit der NachtLynette Yiadom-Boakye, Condor and the Mole 2011, Arts Council Collection, Southbank Centre, London © Courtesy Lynette Yiadom-Boakye

Die Ausstellung ist organisiert von Tate Britain in Kooperation mit Moderna Museet, Stockholm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean.
 
Publikation
Der begleitende Katalog ist bei Hatje Cantz erschienen. Neben zahlreichen Abbildungen enthält er Texte der Kuratorinnen Andrea Schlieker und Isabella Maidment,Tate Britain, der amerikanischen Dichterin und Essayistin Elizabeth Alexander sowie von Lynette Yiadom-Boakye.
 

Kleines Bild oben
#4
Lynette Yiadom-Boakye, Tie the Temptre

Quelle K20






































































































































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