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photo by Takashi HatakeyamaDress Code
Das Spiel mit der Mode
Die Ausstellung beleuchtet mit unterschiedlichen Fragestellungen die internationale Mode als Spiegel von Gesellschaft und Individuum.

Laufzeit: 21.05.2021 - 12.09. 2021



Ob Designer-Kleid oder Jeans, Anzug oder Jogginghose, Pullover oder Uniform  jede Kultur, Gesellschaft und Gruppe hat ihre eigenen Dresscodes. Sie geben den Rahmen vor, aber die Ausgestaltung bestimmt jede*r ganz individuell. In einigen Fällen wählen wir danach aus, wie wir uns fühlen. Oder wir entscheiden aufgrund bestimmter Anlässe oder je nachdem, mit wem wir uns treffen und wie wir uns präsentieren möchten. Außerdem soll unser Kleidungsstil bestenfalls unserer Persönlichkeit Ausdruck verleihen, ja uns sogar eine ganz eigene Identität geben. Mit dem, was wir tragen, können wir uns in der Gesellschaft verorten, mit jedem neuen Outfit können wir in immer neue Rollen schlüpfen. Denn Mode ist nicht nur ein Akt des Tragens von Kleidung sie ist auch ein Akt des Sehens und Gesehenwerdens, der heute mit Vorliebe über die sozialen Netzwerke verbreitet wird.


photo by Takashi HatakeyamaCOMME des GARÇONS/Rei Kawakubo,
Dress,
Spring/Summer 2018
Collection of The Kyoto Costume Institute,
photo by Takashi Hatakeyama


Dress Codepräsentiert Mode als Spiel, das die tägliche Verwandlung als wichtiges Instrument zur Darstellung unserer individuellen Persönlichkeit unterstreicht.

„Vielleicht geht es statt um eine scharfe Trennung zwischen „fake“ und „real“ bei den multiplen Identitäten, die wir jeden Tag präsentieren, eher um eine endlose Kostümprobe, bei der keine oder Person authentischer ist als die nächste.“ Zitat aus: „Vestoj - The Platform for Critical Thinking on Fashion“, 2018

Gezeigt werden wichtige internationale Standards der Streetwear bis hin zur heutigen stilistischen Pluralität. Die Ausstellung präsentiert einen weltumspannenden Überblick zeitgenössischer Mode von insgesamt60 Designer*innen wie Giorgio Armani, Chanel, COMME des GARÇONS, Issey Miyake, Burberry oder Louis Vuitton, die darüber hinaus mit zeitgenössischer Kunst, u.a. von Satoru Aoyama, Chelfitsch, Hans Eijkelboom, Keizo Motoda, Cindy Sherman oder Juergen Teller in einen Dialog gebracht wird.


©ANREALAGE CO., LTDAnrealage / Kunihiko Morinaga,
Coat, Pantyhose, Pumps, and Sunglasses,
Autumn/Winter 2011
©ANREALAGE CO., LTD

Und sie verhandelt Mode zwischen zwei Polen den Akteuren und den Zuschauern, dem Individualisten und dem Konformisten. Mode wird hier zu einem kommunikativen Spiel, das uns zu einem neuen Verständnis über die Art und Weise führen soll, wie wir uns mit der Mode auseinandersetzen.

Sie zeigt sich als geeignetes Vehikel von Individualisierungstendenzen auch das ist eine zentrale Aussage der Ausstellung.

Eine Ausstellung des National Museum of Modern Art, Kyoto, und des Kyoto Costume Institute in Kooperation mit der Bundeskunsthalle. Sieist die exklusive europäische Station der aus Japan kommenden Ausstellung. Sie war zuvor imNational Museum of Modern Art, Kyoto, dem Contemporary Art Museum, Kumamoto, und der Tokyo Opera City Art Gallery zu sehen.

 
photo by Takashi HatakeyamaMoschino / Jeremy Scott,
Dress and Pumps,
Spring/Summer 2017
Collection of The Kyoto Costume Institute,
gift of MOSCHINO S.p.A.,
photo by Takashi Hatakeyama



 

Ergänzend zur Ausstellung konzipiert die Bundeskunsthalle ein Fashion Lab, das die Themen der Ausstellung vertieft und zahlreiche partizipative Elemente anbietet, die den Facettenreichtum von Mode sinnlich erfahrbar machen. Insbesondere die Selbstinszenierung der Besucher*innen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper als Projektionsfläche von Identität sind zentrale Gestaltungsmerkmale des Fashion Labs.

photo by Takashi HatakeyamaFendi / Karl Lagerfeld and Silvia Fendi,
Dress, Bag, and Sneakers,
2018
Collection of The Kyoto Costume Institute,
photo by Takashi Hatakeyama
Schon im Foyer lädt ein temporär installiertes Selfie Studio die Besucher*innen ein, ihre Kleiderwahl am Tag des Ausstellungsbesuchs genauer wahrzunehmen. Mit dem eigenen Smartphone wird ein Foto des Outfits gemacht und per Hashtag auf Instagram hochgeladen. Die Summe der Uploads soll ein Gesamtbild der zeitgenössischen Dress Codes zeichnen und Besucher*innen zum Austausch miteinander bringen.

Im Fashion Lab selbst lässt ein Smart Mirror die Besucher*innen ein virtuelles Umstyling vornehmen, ohne dabei die eigene Garderobe ablegen zu müssen. Digitalisierte Ready-to-wear und Haute-Couture Kreationen u.a. der Modelabels AKI-KOAOKI, ANREALAGE, ASEEDONCLÖUD, beautiful people, CFCL, FUMITO GANRYU, hatra, malamute, THERIACA, writtenafterwards und YUIMA NAKAZATO werden passgenau auf den Körper der Betrachter*innen projiziert und können per Swipe-Funktion in Sekundenschnelle ausgetauscht werden.


Ebenso können die Besucher*innen eine analoge Form der Kostümierung an und auf sich wirken lassen. Eine Auswahl lebensgroßer Paper Doll Dresses (inspiriert von der Frühjahrskollektion 2017 des Modelabels Moschino) lädt ein, sich vollständig oder partiell zu verkleiden und per Fotoautomat fotografieren zu lassen. Auf einer freien Wand wachsen die individuellen Schnappschüsse schließlich zu einem Mosaik zusammen und dokumentieren dieunterschiedlichen Inszenierungen über die Laufzeit der Ausstellung.

Der Bundeskunsthalle ist es ein Anliegen, die hiesige Modeszene nicht außen vor zu lassen. 13 Designer*innen, darunter Ayzit Bostan, Dawid Tomaszewski, Dead White Mens Clothes, Hannibal, Herr von Eden, Hien Le, Julia Heuer, Kilian Kerner, Maison Common, Marina Hoermanseder, Michael Sontag, Tra My Nguyenund William Fanpräsentieren in einem sich durch den Raum schlängelnden Parcours eine Auswahl ihrer Entwürfe und lassen die Besucher*innen in die Fülle und Vielfalt deutscher Modeproduktionen eintauchen.

Damit die Eindrücke und Inspirationen auch außerhalb des Ausstellungskontextes fortbestehen, können die Besucher*innen ein exklusiv für die Ausstellung entworfenes T-Shirt unmittelbar im Fashion Lab erwerben. Der Kauf erfolgt dabei nicht über einen herkömmlichen Shop, sondern wird über einen Verkaufsautomaten angeboten ein Verweis auf die über 5 Millionen in Japan vorhandenen Konsumgüterautomaten. Das T-Shirt „to go“ soll, ähnlich wie einkonventionelles Souvenir, als modisches Andenken an die Ausstellung erinnern.

Kuratoren: Frau Chinatsu Makiguchi (MoMAK), Herr Makoto Ishizeki (KCI), Herr Michimasa Ogata (KCI)Kuratorinnen in Bonn: Eva Kraus, Susanne KleineKuratorische Assistenz  / Fashion Lab:  Katja Andreae


Quelle und Fotos Bundeskunsthalle Bonn

Kleines Bild oben:
Jeff Koons, LOUIS VUITTON,
Backpack, 2017
Collection of The Kyoto Costume Institute,
photo by Takashi Hatakeyama






































































































































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