Ausstellung: Kunstmuseum Bonn - August MackeAugust Macke
Aquarelle und Zeichnungen
Mit dem Ankauf einer Zeichnung von August Macke zum Gemälde Seiltänzer begann 1948 die Geschichte des Kunstmuseum Bonn als ein Museum der Kunst der Moderne.

Ein Jahr später erwarb das Kunstmuseum das Gemälde Seiltänzer. Von Anfang war somit das Werk von August Macke, der den größten Teil seines Lebens in Bonn verbrachte, von herausragender Bedeutung beim Aufbau der Sammlung. Daneben wurde die Kunst Mackes in vielen Ausstellungen erforscht und unter verschiedenen Themen dargestellt. Neben den Gemälden bilden die Aquarelle und Zeichnungen einen besonderen Schwerpunkt der Sammlung. Rund 200 Aquarelle und Zeichnungen vermitteln einen vielfältigen Einblick in die Entwicklung der Kunst Mackes. Der Bestand setzt sich aus den bis heute erworbenen Werken, aber auch Dauerleihgaben unter anderem des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stiftung Kunst der Sparkasse Bonn und aus Privatbesitz zusammen. Dass das Kunstmuseum Bonn das Werk Mackes so umfassend darstellen kann, ist besonders der großzügigen Unterstützung und Kooperation der Familie Macke zu verdanken.  Das Kunstmuseum Bonn zeigt nun eine Auswahl von rund 50 Aquarellen und Zeichnungen, die den künstlerischen und biografischen Weg Mackes nachvollziehbar machen.

Ausstellung: Kunstmuseum Bonn - August MackeDas Aquarell und die Zeichnung waren Medien, in denen sich Macke ganz selbstverständlich bewegte und die einen unmittelbaren Kontakt mit der Wirklichkeit ermöglichten. Sie geben ein lebendiges Bild seiner Kunst. Gerade die Spontaneität, mit der er sich Macke hier äußerte, ist berührend. Macke muss überall gezeichnet haben. Rund 6000 dicht bezeichnete Seiten in Skizzenbüchern, rund 3000 Zeichnungen auf Einzelblättern und über 500 Aquarelle sind trotz der kurzen Schaffenszeit zwischen 1901 und 1914 entstanden. Sie waren sowohl Orte des Experiments, des ersten Sehens, ein Reservoir der Motive und Formen als auch autonome Höhepunkte seiner Kunst.

August Macke, Blick auf Moschee, 1914, Aquarell, Kunstmuseum Bonn, Dauerleihgabe aus Privatbesitz

Aus der Anschauung entstand der bildnerische Gedanke, der zuerst in Skizzen formuliert wurde und in anderen Zeichnungen und Aquarellen weiterentwickelt werden konnte. Macke hat alle Möglichkeiten der Zeichnung, die besonders 1913/14 einen eigenständigen Rang erhält, souverän beherrscht und genutzt, mit Blei-und Farbstiften, Kreide, Kohle, Feder- und Tuschpinsel gearbeitet. Die Aquarelle erarbeitete Macke unmittelbar aus der Farbe. Gerade in der Transparenz der Aquarellfarbe vermittelt sich die elementare Erfahrung der Farbe als Licht - eine Qualität, die in der überragenden Gruppe der Aquarelle der Tunis-Reise 1914 ihren Höhepunkt und Abschluss findet.

Ausstellung: Kunstmuseum Bonn - August MackeAugust Macke, Unser Garten am See II, 1914, Aquarell, Copyright Kunstmuseum Bonn

Auf vielfältige Weise sind die Skizzen, Zeichnungen und Aquarellen miteinander verbunden, zum Teil auch mit der Entwicklungsgeschichte der Gemälde. In allen Arbeiten zeigen sich die charakteristischen Themen Mackes, die Straßen in Bonn, die Spaziergänger im Park, am Schaufenster, am Seeufer, die Passanten auf der Straße, Darstellungen aus dem Theater, dem Zirkus, dem Zoo, Landschaften, Porträts und ebenso abstrakte Studien. Sie dokumentieren die Erfahrungen eines Lebens, das Macke vor allem in Bonn, aber auch am Tegernsee und am Thuner See verbrachte und das ihn auf Reisen nach Paris und nach Tunis führte, bevor er 1914 in Frankreich ein Opfer des Ersten Weltkriegs wurde.



KUNSTMUSEUM BONN
Museumsmeile
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn

www.kunstmuseum-bonn.de



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