Ausstellung: Haus der Geschichte - Revolte!Neue Fotoausstellung im Haus der Geschichte
Revolte! Fotografien von Ludwig Binder 1967/68
Sie protestierten gegen starre Strukturen an den Universitäten, den Vietnamkrieg, die rigide Sexualmoral und das Schweigen der Kriegsgeneration zum Nati-onalsozialismus.

Laufzeit: 30.06.2017 - 11.03.2018

Zehntausende Studenten gingen in den späten 1960er Jahren auf die Straße, die Generation der „68er“ wurde zum Begriff. Fotos vom Vietnam-Kongress 1968, Demonstrationen gegen den Schah-Besuch und gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei gingen um die Welt.

Ausstellung: Haus der Geschichte - Revolte!Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt ab dem 30. Juni 2017 im Pavillon und in der U-Bahn-Galerie über 100 Arbeiten von Ludwig Binder, der die Proteste der „68er“ in eindrucksvollen Fotos festhielt. Hinzu kommen ausgewählte Impressionen vom Ausbau der Berliner Mauer, der Prä-senz der amerikanischen Schutzmacht in West-Berlin und kulturellen Ereignissen wie den Filmfestspielen. Die Arbeiten stammen aus einem größeren Konvolut, das die Stiftung Haus der Geschichte zwischen 1996 und 2012 erwarb.




Plakat zur Ausstellung "Revolte! Fotografien von Ludwig Binder 1967/68" JahnDesign, Copyright Thomas Jahn


Beim Kultur-Hackathon „Coding da Vinci“ 2015 in Berlin wurden bereits stif-tungseigene Fotos von Ludwig Binder unter dem Titel „bilder-der-revolte.de“ ins Netz gestellt.

Die Fotoausstellung im Pavillon vermittelt einen anschaulichen Eindruck von den politisch unruhigen Zeiten der späten 1960er Jahre. Ludwig Binder ist mitten im Geschehen und fotografiert dabei auch eindrucksvolle Details, die nachdenklich machen: Die Schuhe von Rudi Dutschke, die nach dem Attentat auf den Studentenfüh-rer auf der Straße liegen oder Hunderte von Pflastersteinen auf einer Berliner Straße nach der „Schlacht am Tegeler Weg“.

Ausstellung: Haus der Geschichte - Revolte!Vietnamkongreß: 17. Februar 1968: über 3.000 Studenten versammeln sich in der Technischen Universität Berlin zum Internationalen Vietnam-Kongress. Sie kritisieren die Kriegführung der USA in dem südostasiatischen Land.
Copyright Ludwig Binder/Stiftung Haus der Geschichte

Ludwig Binder, als Sohn eines Pfarrers am 22. November 1928 in der Nähe von Belgrad geboren, fotografierte bereits mit zehn Jahren und experimentierte mit der Entwicklung von Fotos. 1948 begann er ein Jurastudium an der FU Berlin, nachdem er an Universitäten der Sowjetischen Besatzungszone als Pfarrerssohn nicht stu-dieren durfte. Während seiner Studienzeit ging Binder seiner zweiten Leidenschaft, der Musik, nach und war Mitglied einer Jazzband. Der autodidaktisch geschulte Fotograf arbeitete schon früh für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Ab 1961 betrieb er ein eigenes Fotostudio in West-Berlin und widmete sich als Bildjournalist politischen und kulturellen Tagesereignissen. Zu seinem Team gehörte auch der international  bekannte Fotograf Jim Rakete. Ludwig Binder starb am 15. Mai 1980.





Öffnungszeiten:
Di-So, 9-19 Uhr, Sa, So, Feiertage 10-18 Uhr
Eintritt frei


Eröffnung
am 29. Juni 2017, 19.30 Uhr, im Haus der Geschichte, Saal, mit dem Fotografen Jim Rakete






Quelle: Haus der Geschichte Bonn
Fotos: Copyright s. Bilder



 






































































































































Golfkurse
Golf/Aktuell/News