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Konzerte: Musikbienale Niederrhein 2010 |
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Nord-Limburg – Niederrhein – Süd-Gelderland
Legenden
Mit mehr als 60 Konzertveranstaltungen und ein Dutzend attraktiver touristischer Ausflugsangebote feiert die Muziek Biennale Niederrhein 2010 ihr zweites Festivaljahr.
Laufzeit: 28. August – 31.Oktober 2010 |
Nachdem es in 2008 mit großem Erfolg gelungen war, zum Thema PASSANTEN Musikveranstalter und Kommunen beiderseits der Grenze zusammenzuführen, kulturhistorisch bedeutende Orte zu „bespielen“ und ein begeistertes europäisches Publikum zu finden, wagt das Festivalteam der deutsch- niederländischen künstlerischen Leiter diesmal ein eigenwilliges, von zwei benachbarten und doch so unterschiedlichen Kulturen geformtes internationales Programm unter dem Motto LEGENDEN. Spielorte sind wieder die Schlösser und Burgen, Kirchen und Klöster, Herbergen, Häuser und Höfe. Hinzu kommen diesmal regionaltypische Orte der Arbeit -insgesamt also Orte, die den Charakter der Niederrhein-Lande prägen und ihren Charme ausmachen.
Stand 2008 das Kloster Graefenthal bei Goch im Rampenlicht der Eröffnungsfeier, so lässt die Muziek Biennale Niederrhein am 3. September 2010 die Sektkorken auf dem Château De Raay in Baarlo (Venlo) knallen: mit dem hoch gelobten 17-köpfigen Vokalensemble The Gents, Chart-Stürmer der Klassik-Szene, der vielseitigen Sopranistin Johannette Zomer, dem international renommierten Storioni Trio und dem festivalgestählten Blechblasmeistern des Haags Saxofoonkwartet darf ein Feuerwerk der TOP of the Bill der niederländischen Musikszene erwartet werden.
Bereits eine Woche zuvor kann sich das Publikum auf die Festivalthematik einstimmen lassen im größten Dom zwischen Köln und dem Meer. In der einzigartigen Raumakustik des Xantener Doms St. Viktor verspricht das noch junge und schon europäisch ausgebuchte Schweizer Ensemble chant 1450 am 28. August musikalische wie spirituelle Erleuchtung. Unter dem Titel „Flos florum“ – die Blume der Blumen - beschreitet chant 1450 mit klingenden Heiligenlegenden vom Mittelalter bis zum 16. Jahrhundert die wesentlichen Stationen seines Repertoires: Gregorianik, Motetten und Messesätze von Leonel Power, John Dunstaple, Guillaume Du Fay und Gilles Binchois. Dieses Ausnahmekonzert ist ein Muss für die Liebhaber der Alten Musik und insbesondere all denjenigen Veranstaltern, Förderern und künstlerisch Mitwirkenden gewidmet, die sich für das Entstehen des diesjährigen Festivals tatkräftig eingesetzt haben.
Zu den Höhepunkten gehört des Weiteren „Randvoll mit Himmel“, eine Pilgerreise mit Musik und geistlich-kulturhistorischer Begleitung von Nijmegen via Kranenburg nach Kleve, die in einem Festkonzert mit dem renommierten Vokalensemble Gesualdo Consort Amsterdam sowie dem Jubilar Flautando Köln gipfelt. Ganz anders nähert sich die Künstlergruppe Carambolage um Ulrike Schwab und François de Ribaupierre dem Festivalthema, indem sie gemeinsam mit Künstlern des Niederrheins Mythen, Legenden und Erzählungen nach traditioneller Gaukler- und Schausteller Art zu neuem Leben erwecken: bisweilen ganz überraschend und nah bei den Menschen auf den Marktplätzen der Region...
Als Experiment kann die Produktion „Kies und freie Luft“ von Prof. Stephan Froleyks in einem niederrheinischen Kieswerk gesehen werden: Neben den vertrauten Klängen traditioneller Blasmusik ertönen aus Ecken und Nischen Akkordeonisten mit Alter und Neuer Musik, Hörner schmettern Jazz, Saxperience bewegen (sich) zu Moondog und Terry Riley, Sound Poetry von Jaap Blonk ist im „Kegel“ belauschbar und fünf Klang-Installationen warten auf ihre Erforschung. Höhepunkt dieser Veranstaltung ist das Konzert von bach, blech & blues, dem Blechmusikensemble, das 1989 mit dem Anspruch alternativer Konzertkonzepte aus den Reihen der Jungen Deutschen Philharmonie hervorgegangen ist.
Einen „Zimmer-Service“ der besonderen Art kann man in zwei niederrheinischen Hotels erleben. Tanz, Musik, Hör- und Schauspiel unter der künstlerischen Leitung von Beate Schüler, gepaart mit der aufregenden Umgebung eines Hotelzimmers, entführen den Zuschauer in die absurde Welt der unglaublichen Erlebnisse entfernter Bekannter. Diejenigen, die immer schon zu einer Reise ins legendäre Gestern der rheinischen Musikhistorie aufbrechen wollten, dürfen sich auf die zweitägige Veranstaltung im geschichtsträchtigen Ambiente der Schlossanlagen Wissen und Hertefeld freuen. Hier wird Klangkunst aus drei weit auseinander liegenden Epochen heraufbeschworen, die jeweils zu ihrer Zeit den Menschen geläufig und vor Ort beliebt war.
Auch für Familien werden Veranstaltungen geboten, die kindgerechten Kunstgenuss versprechen, liebevolle Kinderbetreuung für konzertbegeisterte Eltern oder gleich beides an einem Ausflugswochenende – und das zum Sonderticketpreis für 15,-€ (maximal 2 Erwachsene und 2 Kinder). Das Symbol des Salamanders für Kinder- und Familienangebote weist den Weg durchs Programmbuch. Zu Konzerten mit Ausflugsqualitäten führt das Emblem des Blattes, die Eigenproduktionen der Muziek Biennale sind mit einem „P“ gekennzeichnet.
Das beiliegende 88 Seiten starke Programmbuch kann angefordert werden beim Kulturraum Niederrhein e.V. unter Tel: 0049 (0)2152 8097994 oder unter
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Alle Infos und Pressefotos zum download finden Sie unter www.muziekbiennale.eu. Auf Wunsch senden wir Ihnen das Pressematerial gern auf CD zu.
Die Muziek Biennale Niederrhein ist eine Gemeinschaftsproduktion des Kulturraum Niederrhein e.V., der Stichting Muziek Biennale Niederrhein und der teilnehmenden Konzertveranstalter und Bühnen. Das Festival wird unterstützt von der Regionalen Kulturpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen, den Provincies Limburg und Gelderland, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren. Im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland wird sie mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert und begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Maas-Nord.

Quelle und Fotos: Muziek Biennale
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