|
Ausstellung: Museum Schloss Moyland - Im Fokus |
|
Im Fokus
Joseph Beuys und die Fotografie
Die Ausstellung nimmt den 90. Geburtstag des Künstlers zum Anlass, die große Bedeutung der Fotografie für sein künstlerisches Werk und Wirken aufzuzeigen.
Laufzeit: 3.04.2011 bis 3.10.2011 |
|
Gleichzeitig wird der umfangreiche Bestand an Fotografien aus dem Joseph Beuys Archiv erstmals in diesem Umfang in den Blick gerückt.
Joseph Beuys zählt zu den meist fotografierten deutschen Künstlern der 1960er bis 1980er Jahre. Wie kaum ein anderer Künstler seiner Zeit erkannte und nutzte er die Fotografie für sein künstlerisches Schaffen und die medienwirksame Verbreitung seines Werks, ohne dass er selbst fotografisch tätig wurde. Viele Fotografen, Profis und Amateure, haben Beuys bis zu seinem Tod 1986 mit der Kamera begleitet. Ihr unterschiedlicher Blick prägt bis heute unser Bild des Künstlers.
Vertreten sind in der Ausstellung mit ihren Fotografien, um nur einige wenige zu nennen, Ute Klophaus, Caroline Tisdall, Manfred Tischer oder Bernd Jansen. Hervorzuheben ist ein Konvolut mit Arbeiten der kürzlich verstorbenen Ute Klophaus (1940–2010), die den Künstler seit 1965 mit der Kamera begleitete. Die Auswahl der Fotografien erhebt nicht den Anspruch, Leben und Werk des Künstlers lückenlos darzustellen oder die unterschiedlichen Fotografinnen und Fotografen angemessen zu repräsentieren. Sie folgt den Schwerpunkten des fotografischen Sammlungsbestandes im Joseph Beuys Archiv.
Die Ausstellung gliedert sich in neun Themenräume. Ein wichtiger Komplex sind die Porträts von Joseph Beuys, die im Laufe seines Lebens entstanden sind. Auch den Dokumentationen seiner Reisen, sowie den Begegnungen vor allem mit Künstlerkollegen, werden jeweils ganze Räume gewidmet sein. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Fotografien zu den Installationen, Ausstellungen und Aktionen. Diese Fotos sind wichtige Zeugnisse, ohne die wir heute von den flüchtigen Ereignissen keine Kenntnis hätten. Auch dem politischen Engagement des Künstlers werden drei Räume gewidmet sein. Themen sind hier die Gründung der Deutschen Studentenpartei, das Büro der Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung auf der documenta 5 in Kassel 1972, die so genannte Sekretariatsbesetzung 1972 in der Kunstakademie in Düsseldorf sowie das Engagement des Künstlers für die Partei Die Grünen.
Museum Schloss Moyland
Am Schloss 4
47551 Bedburg-Hau
www.moyland.de
|
|
 |
Beuys: Energieplan
Zeichnungen aus dem Museum Schloss Moyland
Erstmalig richtet eine Ausstellung den Fokus auf Beuys’ zentralen Gedanken des Energieplans.
Laufzeit: 05.09.2010 – 20.03.2011 |
Joseph Beuys entwickelte ihn in seinem umfangreichen zeichnerischen Œuvre der 1950er und frühen 1960er Jahre. Mit einer Auswahl von circa 200 teils unveröffentlichten Zeichnungen aus der Sammlung des Museums Schloss Moyland entfaltet die Ausstellung in zehn Themenräumen die werkbestimmende Idee des Energieplans. Das Museum Schloss Moyland besitzt den weltweit größten Bestand an frühen Arbeiten von Joseph Beuys.
Zur Ausstellung
Joseph Beuys selbst hat dem großen Experimentierfeld seiner frühen Zeichnungen eine grundlegende Bedeutung für sein gesamtes künstlerisches Schaffen beigemessen. Zeichnerisch entwickelte er darin den Gedanken des Energieplans, der seine Vorstellung eines neuen Erweiterten Kunstbegriffes und der Sozialen Plastik vorbereitete.
Die zehn Themenkomplexe der Ausstellung stellen exemplarisch die wichtigsten Aspeke des Energieplans vor: Ausgangspunkt ist das physikalische Verständnis von Energie, dem Joseph Beuys intensiv zeichnerisch nachforschte. Vor dem Hintergrund seines ganzheitlichen Weltverständnisses spürte Beuys aber auch geistigen Energiepotentialen nach. Er entdeckte sie unter anderem im Schamanismus, dem Christentum, der Anthro-posophie, dem Aberglauben oder im Tierreich. Diese physikalischen und geistigen Energien flossen in den Energieplan ein, der zentral ist für sein gesamtes Werk.
Zum Konzept
Verantwortlich für die Ausstellung ist das Kuratorentrio:
Prof. Dr. Jean-Christophe Ammann (ehemaliger Direktor des Museums für Moderne Kunst, Frankfurt am Main), Dr. Bettina Paust (Künstlerische Direktorin des Museums Schloss Moyland) und Dr. Nicole Fritz (Kuratorin der Kunsthalle Krems). Sie haben aus dem umfangreichen Bestand von Zeichnungen im Museum Schloss Moyland gemeinsam mit einem Kreis von Beuys-Forschern der jüngeren Generation die Auswahl der Zeichnungen zusammengestellt.
Das Museum Schloss Moyland unterstreicht mit Ausstellung und Katalog seine Bedeutung als Beuys-Zentrum. Es zeigt eine Auswahl aus seinem weltweit einzigartigen Bestand, bevor im Herbst 2011 die Sammlung im Schlossgebäude neu eröffnet wird, mit einem Schwerpunkt auf der Präsentation der Werke von Joseph Beuys.
Zum Katalog
Der zweisprachige Katalog (Deutsch/Englisch) umfasst circa 320 Seiten mit 100 Farbabbildungen und ist zum Preis von 39,00 € im Museum Schloss Moyland erhältlich. Der Ausstellungskatalog greift die Gliederung der Ausstellung in Themenkomplexen auf. Er stellt das erste Kompendium zum Energieplan innerhalb der umfangreichen Literatur zu Joseph Beuys dar.
Der Katalog kann online unter www.moylandshop.de mit dem Erwerb der Eintrittskarte zum Preis von 42,50 € (inkl. Eintrittskarte und Versandkosten) bestellt werden.
Ohne Angaben von Gründen hat die VG Bild-Kunst, Bonn, die geplante Verlagsausgabe nicht genehmigt, so dass der Katalog im Rahmen der sogenannten Schrankenregelung (§ 58 UrhG) erscheint. Das bedeutet, der Katalog ist nur während der Laufzeit der Ausstellung im Museum Schloss Moyland erhältlich, er darf nicht über Dritte vertrieben werden.

Ausstellungseröffnung
Die Ausstellung wird am Samstag, den 04.09.2010, um 18:00 Uhr im Museum Schloss Moyland eröffnet.
Begleitprogramm
Zur Ausstellung bieten wir ein umfangreiches Begleitprogramm mit Seminar und Vor- trägen der am Projekt Beteiligten sowie weitere Vermittlungsangebote. Informationsmaterial zum Begleitprogramm über Frau Nina Schulze, Kunstvermittlung des Museums Schloss Moyland,
Tel.: +49 (0) 2824/9510-62,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Quelle und Fotos: Museum Schloss Moyland |
|
|
|