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Gäbe es nicht die Augenzeugen, die Fotografien von Wolfgang Volz und die Filmaufzeichnungen, könnte man an der Realität dieser Taten zweifeln. Von einer Art Spiel mit dem Topos des Weltwunders, von visuellen Superlativen wollte man reden. Seherlebnisse, Verfremdungen, Spaß, disproportionierter Aufwand für ein Divertissement - all dies lässt sich auf den ersten Blick erleben und braucht keine Interpretation. Werner Spies hat das Werk von Christo und Jeanne-Claude seit ihrem Auftritt auf der Documenta 1968 verfolgt. Das Buch führt uns von den Pariser Anfängen in der Rue Visconti bis zu den Arbeiten der vergangenen Jahre. Es ist ein Lesebuch, das dem Leser nicht nur das verstörend heilsame, grenzverschiebende Potential der von der Realität eingeholten Utopien nahebringt. Immer geht es auch um die politisch gesellschaftlichen Komplikationen des Unternehmens. Akzeptanz und Widerspruch gehören beide untrennbar zum Werk.
Max Ernst Museum Brühl des LVR
Am 22. Mai 2010 eröffnete im Max Ernst Museum Brühl des LVR die Ausstellung „Wrapped! Die Kunst von Christo und Jeanne-Claude aus der Sammlung Würth“. Werner Spies: Verfasser von Werkverzeichnissen der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, Professor an der renommiertesten deutschen Kunstakademie, Direktor des Musée national d'art moderne im Centre Pompidou in Paris, Spiritus Rector von Ausstellungen mit Welterfolg, Schriftsteller großer Monographien und Kritiker der führenden deutschen Tageszeitung seit Jahrzehnten. Bei der Berlin University Press liegen von ihm außerdem vor: „Der ikonographische Imperativ der Deutschen“
sowie „Auge und Wort. Gesammelte Schriften zu Kunst und Literatur in 10 Bänden“.
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Werner Spies
Christo und Jeanne-Claude
Grenzverlegung der Utopie
200 Seiten, ca. 40 Abbildungen
24,90 € (D), 25,60 € (A)
ISBN 978-3-940432-94-0
Berlin University Press, 2010
Erscheinungstermin: 25. Mai 2010
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