Musik CD: Wouter Hamel - Nobody´s Tune E-Mail
Talentiert, Talentierter, Hamel
Charme und Leichtigkeit des Wouter Hamel
„Nobody’s Tune“ ist in Klang gegossener Sonnenschein, die perfekte Musik für Frühlingsgefühle oder Sommerliebe.
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 Die englische Presse fragt sich: Wie kommt dieser Newcomer dazu, derart perfekte Pop-Songs zu schreiben? Aus welchem Londoner Stadtteil kommt der Blondschopf? In welchen hippen Clubs verkehrt er?
Weit gefehlt. Hamel ist Holländer. Und hat sein halbes Leben in der „gottverlassendsten Kleinstadt aller Zeiten“ zugebracht. „Holland, wo es am flachsten ist. Morgens Nebel, abends nichts los.“
Seine Flucht war die Musik. Die brachte ihn erst aufs Konservatorium und dann in die holländischen Charts. Dort hat er mit zwei Alben Platin erbeutet, in Japan kreischen inzwischen die Teenies, wenn er nur aus dem Flugzeug steigt.

 

Das Niemandsland war nur örtlich weit abgeschlagen („zwei Stunden mit dem Fahrrad zur Schule, bei Rückenwind“). Wie der Rest der Welt wuchs Hamel mit Nirvana und Pearl Jam auf.
Seine eigene Welt baute er sich zuhause. Mit der väterlichen Schallplattensammlung („Seventies-Pop und Fifties-Jazz“) und angesagten New York-Magazinen wie Andy Warhols „Interview“. „Ich saß in diesem Dorf und erträumte mir ständig Bezugspunkte mit Manhattan“.
Mit siebzehn dann die Flucht. In Utrecht bewirbt Hamel sich – inzwischen wilder Smashing-Pumpkins-Fan und eigentlich chancenlos – am Musikkonservatorium. Und wird angenommen.
Auf der Hochschule entdecken die Lehrer seine Stimme. „Einer versprach mir: du wirst der nächste Sinatra! Das hat mich amüsiert. Und es hat mir Spaß gemacht, meine Stimme auszubilden. Aber Sinatra – das war ich nicht”.

 



Hamel will Pop
Er greift sich eine Gitarre und beginnt Songs zu schreiben. Und die Songs beginnen zu fließen, einer besser als der andere. In Holland ist das schon Musikgeschichte. Dort ist Hamel ein Dauergast im TV und ein Star in den Charts.

Jetzt lernt Deutschland den Singer/Songwriter kennen, der einfach nicht festzunageln ist. Der die Klassiker kennt und daraus junge Musik macht. Der auf Fotos den Mädchenschwarm gibt, aber andere Prioritäten als seine Frisur hat.


http://www.wouterhamel.nl/de
http://www.myspace.com/hamelmusic
http://www.facebook.com/hamelmusic

 

 

Wouter Hamel
auf dessen hierzulande schwer aussprechbaren Vornamen für seine erste internationale CD verzichtet wird, wuchs in Den Haag auf. Als er zwölf war, zog seine Familie um, in eine Kleinstadt in der Mitte des niederländischen Niemandslandes. Plötzlich fuhr er zwei Stunden mit dem Fahrrad zur Schule („bei Rückenwind“), dort angekommen, versuchte er sich mit Nirvana und Pearl Jam anzufreunden. Aber es war bald klar, dass er sich zuhause wohler fühlte, wo er Pappa’s Schallplatten hören und englische Modemagazine bestaunen konnte, und davon träumen, wie er sich wohl als Mitglied von Andy Warhols hipper Fashion-Truppe gemacht hätte. „Ich habe versucht, mich abzusetzen und mein eigenes Leben zu führen“, erinnert sich Hamel heute. „Ich lebte in diesem Dorf am Ende der Welt und versuchte ständig, mir irgendwelche Bezugspunkte mit New York zu erträumen“.

Kaum war Hamel 17, floh er nach Utrecht. Nach einem abgebrochenen Literatur- und Journalismus-Studium, stürzte er sich – inzwischen überzeugter Smashing-Pumpkins-Fan – mit neuem Elan auf die Gitarre. Weil er außerdem Gesang und Songschreiben lernen wollte, bewarb er sich an der Musikhochschule – und wurde unter 120 Kandidaten als einer von Vieren angenommen!
Allerdings: “Dort versuchte man mich zu verändern, alle die mich vorher gewarnt hatten, hatten Recht. Aber auf der anderen Seite - was für eine unglaubliche Chance, jeden Tag Musik zu machen, an sich arbeiten zu können. Ich kam dahin mit einer leisen, luftigen Stimme. Dort entdeckte man den ’Crooner’ in mir. Ich lernte alles, von Jazz-Klassikern bis Bossa Nova. Die holten aus mir eine Stimme heraus, von der ich nie gedacht hätte, dass ich sie habe! Aber ich wollte definitiv kein neuer Sinatra werden und auch nicht auf Kreuzfahrtschiffen enden. Deshalb fing ich an, meinen eigenen Stil zu suchen“. 
Der Rest ist Musikgeschichte: Schon Hamels erstes Album, komplett im Alleingang komponiert und getextet, erreichte in Holland Platin-Status. Das zweite stieg gleich auf Platz 5 in die Charts ein. Er gewann die beiden begehrtesten Newcomer-Preise “Essent Award“ und „Zilveren Harp“ und trat auf allen wichtigen Festivals und regelmäßig im TV auf.
Auch in Japan und Korea horchte man auf und lud den mittlerweile live-erprobten Musiker zu ausgiebigen Touren ein – die Bewunderung schlug in Begeisterung um. Inzwischen ist er auch dort ein Verkaufsschlager.

In Deutschland muss man sich noch bis Mai gedulden, dann erscheint Hamels erstes internationales Album „Nobody’s Tune“, eine Mischung der besten Tracks aus seinen beiden holländischen Alben und eine Sammlung ausgefeilter Pop-Ohrwürmer und ausbalancierter Balladen. Wer hinter die Fassade des äußerlich einnehmenden Sängers blickt, erkennt allerdings auch einen versierten Multiinstrumentalisten und erstaunlich reifen Songschreiber, der Tom Waits, Jeff Buckley und PJ Harvey schätzt, aber genauso auch Peggy Lee und Carmen McRae verehrt. „Ich liebe die Sachen, die in den Vierziger Jahren Pop waren, aber auch moderne Produktionen von Rufus Wainwright oder den Smashing Pumpkins.“
 

Die „zwei Gesichter“ des Wouter Hamel
ziehen sich durch seine gesamte Persönlichkeit wie sein Werk: Den 32-jährigen (mit der Ausstrahlung eines mindestens zehn Jahre jüngeren) finden Mädchen „süß“, eine Dame von der holländischen Cosmopolitan ließ sich gar zur Bezeichnung „Blond Jazz God“ hinreißen. Aber es gibt auch eine andere Seite. Hinter Hamels beschwingten Melodien lauern oft doppelbödige, ernsthafte Texte, die abgeklärt und scharfzüngig mit Liebe und Lust, Einsamkeit und Zweifel umgehen. Einerseits ist Hamel ein bescheidener „Junge von Nebenan“, auf der anderen Seite mutiert er auf der Bühne zum selbstbewussten Entertainer. „Es ist, als wäre Sinatra einer Zeitmaschine entstiegen und auf MTV gelandet“, meinte ein Kritiker.

Auch äußerlich macht es Hamel einem nicht leicht ihn festzunageln
Auf den ersten Blick gibt er den Mode-Boy mit lässig wippendem Blondschopf, wie man ihn auch in einem Nachtclub in London oder Berlin nicht an der Tür abweisen würde, im wahren Leben hat er aber ganz offensichtlich andere Prioritäten als seine Frisur. Alles ist ein Spiel mit Stories und Signalen, so wie seine flirrenden, abwechslungsreichen Songs. Von Instant-Ohrwürmern wie „Don’t Ask“, „In Between“ oder „March, April, May“ über den sentimentalen Walzer „Big Blue Sea“ oder die Latin-Klezmer-Kombi von „See You Once Again“ bis zum eleganten Titelsong „Nobody’s Tune“ kommt hier jeder Genussmensch auf seinen Geschmack. Das Album ist in Klang gegossener Sonnenschein, Pop-Sinnlichkeit mit Tiefgang, die perfekte Musik für Frühlingsgefühle oder Sommerliebe. Hochgefühle aus den Niederlanden.


Wouter Hamel – Tourtemine

28.05.2010 Hamburg, Elbjazz-Festival
14.07.2010 Jena, Kulturarena
15.07.2010 Kassel, Kultur Im Zelt
01.09.2010 Braunschweig, Kultur Im Zelt
-weitere Termine in Vorbereitung-

 

 

 

Quelle: networking-media

Foto: Kai Z Feng

 



































































































































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