Ausstellung: Max Ernst Museum Brühl des LVR E-Mail
Menil Collection im Max Ernst Museum
„We believe in Max Ernst“
Bedeutende Werke von Max Ernst aus der Menil Collection, Houston, im Max Ernst Museum Brühl des LVR.
Laufzeit: 03.04.2010 - 03.04.2011



Max Ernst Museum Brühl des LVR präsentiert bis 3. April 2011 vier Gemälde und eine Assemblage von Max Ernst aus der weltweit größten privaten Kunstsammlung Brühl. 
Fünf bedeutende Werke aus der Menil Collection in Houston, Texas, sind für ein ganzes Jahr im Rahmen der „Schausammlung im Wechsel“ im Max Ernst Museum Brühl des LVR zu sehen. „Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den beiden Häusern, die in der Vergangenheit zu gegenseitigen Leihgaben geführt hat, wird somit fortgesetzt“, unterstreicht der Museumsdirektor Dr. Achim Sommer.


Design in nature max ernst Design in nature
(Gestaltung in der Natur), 1947
Öl auf Leinwand, 50,8 x 66,7 cm
The Menil Collection, Houston, Geschenk von Alexander Iolas,
© VG Bild Kunst, Bonn 2010
gefördert durch

 




Die Menil Collection gilt als weltweit größte private Kunstsammlung
Die surrealistische Kunst bildet einen ihrer wichtigen Schwerpunkte. Max Ernst und René Magritte sind besonders stark vertreten. Zusammengetragen wurde die exquisite Sammlung, die seit 1987 im eigenen Museum der Öffentlichkeit zugänglich ist, von Dominique (1908–1997) und John de Menil (1904–1973).
Dominique war die jüngste Tochter des französischen Geophysikers und Geologen Conrad Schlumberger. Sie heiratete 1931 den französischen Adligen Jean de Ménil. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges emigrierte das Ehepaar nach New York und ließ sich schließlich in Houston nieder.

 La paix, la guerre et la rose
(Der Friede, der Krieg und die Rose), 1965
Assemblage auf Holz, 116 x 89 cm
The Menil Collection, Houston, © VG Bild Kunst, Bonn 2010

 

 

 

 

 

 

 



Eine der ersten Erwerbungen – ein Gemälde von Max Ernst – war ein Porträt
von Dominique. Nach dem Zweiten Weltkrieg intensivierte sich die Freundschaft zwischen dem Sammlerehepaar und dem Künstler. 1955 schrieb John de Menil an Alfred H. Barr Jr., dem Gründungsdirektor des Museum of Modern Art, anlässlich der Schenkung der Bronze „The King playing with the Queen“ an das New Yorker Museum: „We feel very close to the Museum of Modern Art, and we like to give you the kind of things in which we believe. We believe in Max Ernst.“

 
Die ausgewählten Werke, die einen Einblick in die Sammlungsbestände der Menil Collection zu Max Ernst gewähren, stammen aus den Jahren von 1925 bis 1965 und überspannen somit vier Jahrzehnte des Schaffens von Max Ernst. Die beiden Gemälde Très jolie forêt allongée (Sehr schöner, lang gezogener Wald) und Éloge de la liberté (Lob der Freiheit) sind durch die indirekte Arbeitstechnik der Grattage, des Abkratzens von Farbschichten über strukturierte, unter die Leinwand gelegte Gegenstände entstanden. Max Ernst bringt in Design in nature (Gestaltung in der Natur) organische und anorganische Elemente zusammen, Konfusion und Konstruktion. Neben dem pflanzlichen Bereich stehen geradlinige, kristalline Formen. Für diese griff der Künstler auf Fotografien stereometrischer Körper zurück, die sein Künstlerfreund Man Ray ein Jahrzehnt zuvor im Pariser Institut Poincaré aufgenommen hatte.

  Le lundi la lune s’enlunit
(Am Montag mondet sich der Mond ein), 1964
Öl auf Leinwand, 146 x 115 cm
The Menil Collection, Houston, © VG Bild Kunst, Bonn 2010

 

 

 

 

 

 



Die größte Leihgabe ist ein Gemälde mit dem sprachspielerischen Titel Le lundi
la lune s’enlunit (Am Montag mondet sich der Mond ein). Für die Strukturen,
die sich auf der Mondoberfläche abzeichnen, griff der Künstler nicht wie bei
den frühen Waldbildern auf die Maserungen von Holzbrettern oder auf gefundene Gegenstände zurück, sondern auf das eigene Werk: auf metallene Druckstöcke, die er 1949 angefertigt hatte, um den surrealistischen Text La brebis galante (Das galante Schaf) von Benjamin Péret zu illustrieren. Das großformatige Werk La paix, la guerre et la rose (Der Friede, der Krieg und die Rose) schließlich gehört zu einer Serie von zwölf Assemblagen, die 1965 entstanden und in der Pariser Galerie Iolas gezeigt wurden.
 
 
 
Max Ernst Museum Brühl des LVR
Comesstraße 42 / Max-Ernst-Allee 1, 50321 Brühl
www.maxernstmuseum.lvr.de
 
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Erster Donnerstag im Monat 11 bis 21 Uhr
Geschlossen: jeden Montag, 1.5.,24./25./31.12
 

 

 


Quelle und Fotos : LVR

 



































































































































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