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Tanz & Ballett: Theater Krefeld / Mönchengladbach |
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Theater Krefeld/Mönchengladbach
Premieren und Uraufführungen
Termine und Stücke im TiN Mönchengladbach und Theater Krefeld.
Termine: 2012 |
Vor 50 Jahren, am 19. April 1950, gaben sich die Städte Krefeld und Mönchengladbach das Ja-Wort für ein gemeinsames Theater. Es war und bleibt die beste Entscheidung - auch wenn einige Stimmen anfangs das Gegenteil behaupteten. Mittlerweile sind sie das älteste Kooperationstheater in Deutschland. |
Die Stücke, Termine und Spielstätte in der Übersicht |
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Fado/ Bolero (UA)
(Uraufführung) Ballett von Robert North
Musik von Mariza, Madredeus, Amiliá Rodrigeus u.a./ Maurice Ravel
Termine
29. Januar 2012 | 19.30 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne
17. Februar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne
29. Februar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne | zum letzten Mal
Choreografie: Robert North
Bühne und Kostüme: Luisa Spinatelli
Dramaturgie: Regina Härtling
Fado leitet sich ab vom lateinischen fatum (Schicksal) und ist zugleich ein portugiesischer Musikstil und Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls: In ihm spiegelt sich die Seele Portugals wider. Entstanden in den Kneipen der Armenviertel von Lissabon erzählen die Fado-Gesänge von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen oder der Sehnsucht nach besseren Zeiten. Wer sie vorträgt wird immer von einer portugiesischen Gitarre begleitet, häufig auch noch von einer Bassgitarre. Im heutigen Fado Professional kommen oftmals weitere Instrumente hinzu. Die Grundstimmung der Lieder ist meist schwermütig und melancholisch.
Im Mittelpunkt des Balletts Fado steht das Schicksal der ersten, noch bekannten Fado-Sängerin Maria Severa (1820-46). Ihre Mutter mit dem Spitznamen „die Bärtige“ besaß in Lissabon eine Taverne. Nachdem Marias große Liebe, ein Matrose, auf See ums Leben kam, tröstete sie sich mit zahlreichen Liebhabern und wurde für die Männer – wie die Figur der Carmen – zu einer Femme fatale. Maria sang in Tavernen und spielte auch die portugiesische Gitarre. Die Tragik, die sie trotz ihrer zahlreichen Liebschaften in sich trug, befähigte sie wohl zu einer besonders ausdrucksstarken Interpretation: In nur wenigen Jahren machte sie den Fado in Lissabon berühmt.
Robert North verknüpft die Lebensgeschichte Maria Severas mit der Entwicklung des Fado vom Anfang bis zur Gegenwart. So wird u. a. Musik von Amália Rodrigues zu hören sein, die im 20. Jahrhundert die portugiesische Kultur entscheidend geprägt hat, aber auch von heutigen Interpreten wie z.B. Mariza und der Gruppe Madredeus.
Kontrastierend und ergänzend zum portugiesischen Fado wird Robert North im zweiten Teil des Abends eine neue tänzerische Adaption des "Bolero", jener weltberühmten Komposition von Maurice Ravel, vorstellen. Für Ravel und die Choreografin Bronislawa Nijinska bildete der 1780 von dem spanischen Tanzmeister Zerozo geschaffene Bolero den Ausgangspunkt für dieses 1928 mit Ida Rubinstein uraufgeführte Ballett. Nach Ravels eigenen Worten handelt es sich bei seinem Bolero um einen „Tanz in sehr gemäßigter Bewegung und stets gleichförmig sowohl in der Melodie und der Harmonie wie in seinem Rhythmus, den die Trommel unaufhörlich markiert. Das einzige Moment der Abwechslung bringt hier das orchestrale Crescendo.“ Diese wohl einmalige Kompositionsidee – das musikalische Thema wird neunmal wiederholt und erfährt durch eine raffinierte Instrumentation und Zunahme der Klangfarben eine furiose Steigerung – inspirierte immer wieder Choreografen mit den unterschiedlichsten Handschriften zu eigenen Interpretationen, von Maurice Béjart bis Stephan Thoss.
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Kontraste & Rhythmen (Uraufführung)
Ballettabend von Robert North mit vier Choreografien
Termine:
08. Januar 2012 | 11.15 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne | Matinee
14. Januar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne | Premiere
17. Januar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne
20. Januar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne
28. Januar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne
12. Februar 2012 | 19.30 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne
15. Februar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne
24. Februar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne
16. März 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne |
04. April 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne |
07. April 2012 | 18.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne |
12. April 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne | zum letzten Mal in Krefeld
15. April 2012 | 11.15 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne | Matinee
21. April 2012 | 20.00 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne | Premiere
02. Mai 2012 | 20.00 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne
17. Mai 2012 | 20.00 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne
24. Mai 2012 | 20.00 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne
03. Juni 2012 | 19.30 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne
13. Juni 2012 | 20.00 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne
15. Juni 2012 | 20.00 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne
17. Juni 2012 | 19.30 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne
23. Juni 2012 | 20.00 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne
27. Juni 2012 | 20.00 Uhr | Theater Mönchengladbach, Große Bühne | zum letzten Mal in Mönchengladbach |
Lonely town, lonely street – Musik von Bill Withers (*1938)
Prometheus (UA) – Musik von Zoltán Kodály (1882–1967)
Arkadien (UA) – Musik von Igor Strawinsky (1882–1971)
Troy Game – Musik von Bob Downes (*1937) und Brasilianische Batucada
Choreografie: Robert North
Choreografie-Assistenz: Sheri Cook
Ausstattung: Andrew Storer/Peter Farmer/Robert North
Dramaturgie: Regina Härtling
In seinem neuen Ballettabend vereint Robert North vier stilistisch und inhaltlich sehr unterschiedliche Choreografien, die aber durch eine Komponente – nämlich den Rhythmus der jeweiligen Musik – miteinander verknüpft sind.
Die erste Choreografie Lonely town, lonely street zeigt eine Szenenfolge mit alltäglichen Episoden und Momenten im Zusammenleben von Menschen, wobei natürlich auch Liebesbeziehungen nicht fehlen. Die Jazz- und Soul-Musik von Bill Withers findet ihre Entsprechung in einem modernen Tanzstil mit Jazzelementen.
Der Mittelteil kombiniert in reizvollem Kontrast Antike und klassische Moderne miteinander: Sowohl die mythische Figur des Prometheus, der den Menschen das Feuer bringt und von Zeus dafür bestraft wird, als auch das von dem römischen Dichter Vergil kreierte poetische Traumland Arkadien, in dem sich die Sehnsucht nach einer friedvollen, heiteren Welt widerspiegelt, sind auch heute noch assoziationsreiche Metaphern. Im klassischen Stil getanzt, wirkt diese Anmutung aus der Antike durch die Musik von Kodály und Strawinsky jedoch gegenwärtig und lebendig.
Den Abschluss bildet Robert Norths weltberühmte Choreografie Troy Game zu traditioneller brasilianischer Batucada-, Samba- und Percussion-Musik, verwoben mit Bob Downes’ Komposition Shadowboxing. In dieser augenzwinkernd humorvollen Studie über vitales Kräftemessen, Rivalitäten, Sport und Spiele demonstrieren junge Männer kämpferisch ihre Überlegenheit und versuchen, sich gegenseitig auszustechen. Inspiriert ist diese Choreografie einerseits von den so genannten phyrrischen Tänzen, die zur Ertüchtigung von Kriegern dienten und Bestandteil der Soldatenausbildung im antiken Griechenland waren, und andererseits von verschiedenen asiatischen Kampfsportarten
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Romeo und Julia
Ballett von Robert North nach William Shakespeare
Musik von Sergej Prokofjew (1891–1953)
Termine:
08. Januar 2012 | 11.15 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne | Matinee
14. Januar 2012 | 20.00 Uhr | Theater Krefeld, Große Bühne | Premiere
Musikalische Leitung: GMD Graham Jackson
Choreografie: Robert North
Choreografie-Assistenz: Sheri Cook
Bühne und Kostüme: Andrew Storer
Dramaturgie: Regina Härtling
Blühende Jugend und bitterer Tod: Die Tragödie um Romeo und Julia von William Shakespeare gehört zu den berühmtesten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Dabei griff ihr Autor für das um 1596 entstandene Stück auf noch ältere Quellen des Stoffes zurück.
Eine der bekanntesten Adaptionen ist der Ballettklassiker des russischen Komponisten Sergej Prokofjew: Das Werk entstand 1936, als Prokofjew – der seine Heimat nach der Oktoberrevolution verlassen und ein unstetes Wanderleben zwischen der westlichen Welt und der stalinistischen Sowjetunion geführt hatte - nach Moskau zurückkehrte. Die erste Aufführung in der Sowjetunion fand am 11. Januar 1940 in Leningrad mit Galina Ulanowa statt, ein gutes Jahr nach der Uraufführung am 30. Dezember 1938 in Brno in der damaligen Tschecheslowakei.
Im Hinblick auf die stilistische Vielfalt, den Einfallsreichtum und die kompositorische Meisterlichkeit ist Romeo und Julia zweifellos ein Schlüsselwerk Sergej Prokofjews, mit dem er die russische Balletttradition fortsetzte und weiterentwickelte: Klassische Strukturen und moderne Tonalität, rhythmisch-motorische Finessen, leitmotivisch eingesetzte Themen, herbe Lyrik und dramatische Kraft, ja sogar groteske Elemente verschmelzen zu einer unverkennbaren Klangsprache, die die Figuren und ihre Beziehungen zueinander facettenreich und psychologisch genau charakterisiert.
Robert North und Andrew Storer blicken mit ihrer Konzeption in die Zeit vor Shakespeare zurück: Sie nähern sich der ursprünglichen Legende, indem sie sich optisch von den Werken berühmter Künstler der Renaissance wie Giotto, Simone Martini, Ghirlandaio und Filippo Lippi inspirieren ließen und die intime Liebesgeschichte in den Mittelpunkt stellen.
In der Choreografie von Robert North wird die Ballett-Compagnie die ergreifende und zugleich mahnend-anklagende Tragödie tänzerisch mit Leben erfüllen, während die Niederrheinischen Sinfoniker Prokofjews brillante Partitur virtuos erklingen lassen
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Samstag 10 – 13 Uhr und
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1 Stunde vor dem Konzert |
Quelle: Theater Mönchengladbach / Krefeld
Fotos: © Stutte |
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