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Die argentinische Cellistin und Klassik-Echo Preisträgerin 2009 präsentiert ihr neues Album im Zeichen des Haydn-Jahres.
Auf ihren bisherigen Einspielungen hat sich die argentinische Cellistin Sol Gabetta Cello-Konzerten aus dem Barock (Vivaldi), der Romantik (Tschaikowsky) und der klassischen Moderne (Schostakowitsch) gewidmet. Mit ihrer neuen Aufnahme für RCA/Sony präsentiert Gabetta jetzt erstmals Konzerte aus der Zeit der Wiener Klassik. Neben dem berühmten C-Dur-Konzert von Joseph Haydn hat sie mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Sergio Ciomei zudem zwei Repertoire-Raritäten eingespielt, die von dem Haydn-Zeitgenossen Leopold Hofmann und von Wolfgang Amadeus Mozart stammen. Während Hofmanns Konzert ein Originalwerk ist, ist das Mozart-Konzert ein Arrangement seines Oboenkonzerts KV 314 durch den ungarisch-amerikanischen Dirigenten Georg Szell. Da Mozart keine einzige Komposition für ein solistisches Violoncello hinterlassen hat, arrangierte Szell das Oboenkonzert in Zusammenarbeit mit dem Mozart-Forscher Alfred Einstein für den Cellisten Emanuel Feuermann. Für den langsamen Satz wählte Szell hingegen das Andante aus dem Violinkonzert KV 470. Für Sol Gabettas Einspielung hat nun der Cembalist und Pianist des Kammerorchester Basel, Sergio Ciomei, das Andante des Oboenkonzerts für Cello spielbar gemacht.
Von Sergio Ciomei stammen auch die Kadenzen in dem dreisätzigen Cello-Konzert von Leopold Hofmann (1738 – 1793). Der gebürtige Wiener war seinerzeit ein hoch angesehener Komponist, der mit Haydn und Gluck auf eine Stufe gestellt wurde. Hofmann, der bis zu seinem Tod Domkapellmeister am Wiener Stephansdom war, komponierte neben zahlreichen Konzerten für Flöte, Oboe und Violine insgesamt vier Cello-Konzerte. Das D-Dur-Konzert spiegelt in seiner vielschichtigen Anlage, mit seinen empfindsamen Kantilenen und einer anspruchsvollen Vitalität den Geist des 18. Jahrhunderts wider.
Das Konzert von Hofmann ist wahrscheinlich zeitnah zu dem zwischen 1762 und 1765 komponierten Haydn-Konzert C-Dur Hob. VIIb:1 entstanden. Das Werk galt lange als verschollen. Erst 1961 entdeckte man in einem böhmischen Archiv eine handschriftliche Kopie dieses dreisätzigen Werkes. Heute zählt das Konzert Nr. 1 neben dem D-Dur-Konzert von Haydn zu den meistgespielten Kompositionen für diese Besetzung. Ist im Eröffnungssatz noch der Geist des Spätbarocks spürbar, zeigt sich das Adagio höfisch elegant und klassisch-empfindsam. Das Finale (Allegro molto) besticht schließlich in seiner Rasanz und Virtuosität, die fast den Charakter eines Perpetuum Mobile besitzt.
Artist-Webiste: www.solgabetta.de
Artist-Website-Label:www.sonymusic.de/Sol-Gabetta
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Biographie: Sol Gabetta (Violoncello)
Die Cellistin Sol Gabetta wurde 1981 in Cordoba, Argentinien, als Tochter französisch-russischer Eltern geboren. Bereits als Zehnjährige gewann sie einen ersten Wettbewerb in Argentinien und erhielt seitdem diverse Auszeichnungen, unter anderem beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, den Natalia-Gutman-Preis und beim ARD-Wettbewerb in München. 2004 erregte sie internationales Aufsehen, als sie bei den Luzerner Festspielen als Gewinnerin des "Crédit Suisse Young Artist Award" ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter Valery Gergiev gab.
Von 1992 bis 1994 war Sol Gabetta Stipendiatin an der "Escuela Superior de Musica Reina Sofia" in Madrid und wechselte anschließend in die Schweiz, um ihre Studien bei Ivan Monighetti an der Musikakademie Basel zu intensivieren. Ihr Konzertexamen machte sie im Jahr 2006 nach weiteren Studienjahren bei David Geringas an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin.
In den letzten Jahren gastierte Sol Gabetta bei den Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem SWR Stuttgart, beim National Symphony Orchestra of Washington, Calgary und Seoul Philharmonics, City of Birmingham Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Detroit Symphony, Royal Philharmonic Orchestra sowie Het Residentie Orkest, den Trondheim Soloists sowie den Orchestern von Euskadi, Teneriffa und Sevilla . Eine rege Konzerttätigkeit verbindet sie zudem mit dem Kammerorchester Basel.
Sie spielt regelmäíg bei wichtigen Festivals wie dem Rheingau Musikfestival, in Verbier, beim Menuhin Festival in Gstaad, beim Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig Holstein Musik Festival, der Schubertiade Schwarzenberg und dem Saratoga Festival.
Sie hat ein eigenes Kammermusikfestival mit dem Namen "Solsberg" in der Schweiz gegründet, dort konzertiert sie mit ihren Kammermusikpartnern, darunter Henri Sigfridsson, Mihaela Ursuleasa, Baiba und Lauma Skride sowie Patricia Kopatschinkskaja.
Sol Gabetta nimmt exlusiv für das Label RCA (Sony Music) auf. Ihre erste CD mit Werken von Tschaikowsky, Saint-Seans und Ginastera, aufgenommen mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Ari Rasilainen, eroberte auf Anhieb einen Spitzenplatz in den deutschen Klassikcharts und machte sie zur Preisträgerin des Echo Klassik 2007 als Instrumentalistin des Jahres. Ihre zweite CD mit Vivaldi Konzerten, die sie gemeinsam mit den dem italienischen Ensemble Sonatori de la Gioiosa Marca aufnahm, erschien im September 2007 und hielt sich über ein halbes Jahr in den deutschen Klassik-Charts. 2008 erschienen zwei CDs von Sol Gabetta: zum einen Schostakowitschs Cello-Konzert Nr. 2 mit den Münchner Philharmonikern unter Marc Albrecht und der Sonate für Cello & Klavier (mit der Pianisten Mihaela Ursuleasa), zum anderen die CD "Cantabile" mit Opern-Arien und Liedern u.a. von Offenbach, Bizet und Tschaikowsky in neuen Bearbeitungen für Cello und Orchester. Begleitet wird Sol Gabetta dabei von den Prager Philharmonikern unter Charles Olivieri-Munroe. Die Schostakowitsch-CD wurde nach ihrem Erscheinen von der französischen Klassik Zeitschrift Diapason mit dem "Diapason D´Or" ausgezeichnet und erhielt den Echo Klassik-Preis 2009 als Konzerteinspielung des Jahres. Auf ihrer neuen CD spielt Sol Gabetta zusammen mit dem Kammerorchester Basel unter Leitung von Sergio Ciomei das Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur von Leopold Hofmann, das Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur, Hob VIIb:1 von Haydn sowie Mozarts Konzert für Flöte und Orchester D-Dur, KV 314 in einer Bearbeitung für Violoncello und Orchester.
Sol Gabetta spielt, dank eines großzügigen privaten Stipendiums von Hans K. Rahn, eines der seltenen und kostbaren Violoncellos von G.B. Guadagnini von 1759. Seit Oktober 2005 unterrichtet sie an der Musik Akademie Basel.
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